Kreisverband Darmstadt
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Erdkröte

Amphibien

Zu den Amphibien gehören beispielsweise Frösche, Kröten, Molche und Salamander. Leider sind viele der Arten bedroht.

Amphibien in Darmstadt

Die Knoblauchkröte in Darmstadt

An Darmstadts Straßen werden überwiegend Erdkröten gefunden, an der verlängerten Bergschneise auch Teich- und Bergmolche.

In Arheilgen kommt zudem die seltene Knoblauchkröte vor.

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Amphibien bestimmen

Erdkröten

Erdkröten sind, ihrem Namen nach, bräunlich erdfarben.
Die Weibchen sind meist größer und durch die ca. 4000 Eier im Bauch auch dicker als die Männchen.

Molche

Bergmolche haben einen orangenfarbenen, ungefleckten Bauch. Der Rücken ist meist schwarz-grau.
Bei Teichmolchen ist der Bauch (blass-)gelb und mehr oder weniger leicht getupft. Sie haben einen braunen Rücken.

Molche haben ihre Geschlechtsmerkmale unter dem Schwanz, wobei die Schwellungen bei Weibchen kaum sichtbar sind. Die Bestimmung ist deswegen eher schwierig.

 

Empfehlenswerte Links

Auf der Seite „Froschnetz“ finden Sie einen Artenkatalog für Amphibien sowie einen interaktiven Bestimmungsschlüssel.

Auch der BUND Bayern bietet einen übersichtlichen Bestimmungsschlüssel für heimische Amphibien.

Auf der Seite des BUND-Bundesverbandes erfahren Sie mehr zu unseren heimischen Lurchen.

 

Bergmolch
Ein neugieriger Teichhmolch

Amphibienschutz beim BUND Darmstadt

Erdkrötenpaar auf einer Hand Dieses Erdkrötenpärchen wurde von Helfern des BUND gerettet

Amphibien gehören zu den bedrohtesten Tiergattungen weltweit.
Dies liegt vor allem an den Einflüssen des Menschen auf ihren Lebensraum – etwa durch den Neubau von Straßen, die nun von den Tieren auf ihrer frühjährlichen Laichwanderung unter Lebensgefahr überquert werden müssen.

Um dieser Gefahr etwas entgegenzusetzen, hat der BUND Darmstadt an verschiedenen Stellen den Bau fester Krötentunnelanlagen initiiert.
An Straßenquerungen, wo dies (noch) nicht möglich ist, werden Jahr für Jahr temporäre Zäune installiert, die Kröten in Fangkästen oder -eimern aufgefangen und zu ihrem Laichgewässer gebracht. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn das ursprüngliche Biotop, auf das die Tiere ein Leben lang geprägt sind, aufgrund von Baumaßnahmen nicht mehr existiert und die Amphibien entsprechend umgesiedelt werden müssen.

Im Projekt Knoblauchkröte werden die äußerst seltenen und hochgradig vom Aussterben bedrohten Tiere beispielsweise aus ihrem durch ein Neubaugebiet zerstörten Lebensraum in Arheilgen in einen extra dafür angelegten Ersatzteich umgesiedelt. Hier ist der BUND Darmstadt bereits seit über 15 Jahren aktiv.

Unterstützen

Besonders im Frühjahr freut sich der BUND Darmstadt über Helfer*innen, die bei der Umsiedlung der Kröten, aber auch beispielsweise bei der Wartung der Zäune oder Pflege der Teiche unterstützen.

Aktiv werden im Amphibienschutz

Ihre Spende kommt an

Spenden für den Amphibienschutz nutzt der BUND Darmstadt beispielsweise dazu, dauerhafte Straßenquerungen bzw. deren fachlich notwendigen Umbauten zu finanzieren.

Laufende Kosten entstehen alljährlich durch notwendige Reparaturen am bestehenden Leitzaun, bei der Errichtung provisorischer Zaunabschnitte mit reißfester Kunststoff-Folie und der abschnittsweisen Weiterführung des dauerhaften Zaunes in Eigenhilfe.

Hinzu kommen Ge- und Verbrauchsartikel wie Warnwesten und Handschuhe für die Helfer*innen, Batterien bzw. Akkus für die Taschen- und Handlampen, Bindedraht für Schnellreparaturen oder Schwämme zum Feuchthalten der Tiere in den Fanggefäßen. Auch für die Öffentlichkeitsarbeit wird Geld benötigt.

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Amphibienschutz zuhause

Im eigenen Haus und Garten gibt es viele Möglichkeiten, Fröschen, Salamandern und Co. zu helfen:

  • Kontrollieren Sie vor und insbesondere nach dem Winter, wenn die Temperaturen erstmals auch in der Nacht über null Grad liegen, die Kellerschächte:
    Oftmals suchen unsere Amphibien im Herbst Verstecke für den Winter unter Laubhaufen oder in lockerer Erde. Dabei fallen sie in besiedelten Gebieten gelegentlich in Kellerfensterschächte, steile Treppenabgänge, Kanalöffnungen (wie auch Regenwasserabläufe im Hof) und ähnliche Fallen. Helfen Sie den verirrten Tieren heraus, bauen Sie vorausschauend nicht zu steile Rampen zum Herausklettern ein – ein rauhes Brett genügt oft. Gut bewährt hat es sich auch, wenn direkt unter die vorhandenen metallenen Gitterroste rostfreier Fliegendraht (Metall oder Kunststoffgitter) gespannt wird. Dadurch kann Luft noch zirkulieren aber dennoch vor allem Jungtiere nicht in die oftmals tödlichen Fallen fallen. Auch gegen Eidechsen und Mäuse hilft dieser kostengünstige und einfache Schutz.
  • Verwenden Sie Produkte aus ökologischer Landwirtschaft
    – denn Ökobauern verwenden keinen Kunstdünger und Pflanzenbehandlungsmittel. Diese schaden der empfindlichen Haut der Amphibien und töten ihre Nahrung zumindest teilweise ab. Viele Laichgewässer werden durch zu viele eingeschwemmte Nährstoffe im Kunstdünger zum Umkippen gebracht und sind dadurch für unsere Amphibien wertlos und für Laich und Larven giftig. Beim Abbauprozess von Totalunkrautbekämpfungsmitteln wie „Roundup“ entstehen hormonähnliche Substanzen, die dazu führen, dass Amphibien sich nicht aus dem Larvenstadium weiter entwickeln können.
Frosch im Gartenteich
  • Entsiegeln Sie Höfe und Wege:
    So gelangt die für die Amphibienhaut lebenswichtige Feuchtigkeit gleichmäßig in den Boden. Der BUND Darmstadt bietet in unregelmäßigen Abständen Vorträge zu Regenwassernutzung, Entsiegelung und Versickerung an.
  • Klären Sie Ihre Freunde und Bekannten über die Lebensweisen unserer Amphibien auf und empfehlen Sie unsere Vorträge, Exkursionen und Aktivitäten zum Amphibienschutz!
  • Legen Sie fischfreie Gartenteiche an.
    Diese bieten, richtig umgesetzt, ideale Biotope für Amphibien und andere gefährdete Tierarten.

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