Das Darmstädter Umweltdiplom
Das Darmstädter Umweltdiplom ist ein umwelt- und freizeitpädagogisches Aktionsprogramm, das seit 2003 von der Wissenschaftsstadt Darmstadt in Kooperation mit Umweltverbänden, naturnahen Vereinen, wissenschaftlichen Einrichtungen, Wirtschaftsunternehmen und themenorientierten Initiativen angeboten wird.
Ziel ist, dass sich Kinder der 4. bis 6. Klassen mit Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen vertraut machen und mit den Akteur*innen und Aktivitäten in Kontakt kommen können. Das Programm findet jeweils zu Beginn des Frühjahrs bis zu den Sommerferien statt. Die Kinder werden am Ende des Projekts – durch den Nachweis der Teilnahme an vier Veranstaltungen – öffentlich im Rahmen der Umweltinformationsbörse mit einer Umweltdiplom-Urkunde sowie einem kleinen Preis ausgezeichnet.
Seit 2010 werden alle Veranstaltungen, angeboten von Vereinen, Institutionen, Privatleuten und Betrieben, im Umweltamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt koordiniert. Die jährliche Verleihung der Diplom-Urkunde übernimmt seit 2017 Sozial- und Umweltdezernentin Barbara Akdeniz .
Mitmachen
Die Veranstaltungen richten sich an Kinder der Klassen vier bis sechs.
Sie werden in der Regel im Zeitraum von Anfang März bis zum Beginn der Sommerferien angeboten.
Die Verleihung der Urkunden erfolgt im September.
Eine Anmeldung ist auf der Seite des Umweltamts möglich.
Wichtig: Die hier auf der Website genannten Termine sind unverbindlich – erst nach Freischalten auf der Seite des Umweltamtes werden sie offiziell!
Damit alle Kinder an den Aktivitäten teilnehmen können, sind diese in der Regel kostenfrei.
Lediglich bei Angeboten, bei denen Dinge auch mit nach Hause genommen werden können (beispielsweise beim Bau der Nisthilfen für Wildbienen und Co.), fallen individuelle Materialkosten an. Bitte haben Sie keine Scheu, sich bei uns – den BUND-Betreuern des Umweltdiploms – zu melden, wenn Ihnen der zum Einkaufspreis kalkulierte Materialbeitrag finanziell schwer fällt!
Der BUND bietet die meisten der Veranstaltungen außer über das Umweltdiplom auch als Präsenzveranstaltung im Klassenverbund oder für eine feste Gruppe an. Sollte das Kontingent für Klassenveranstaltungen beim Umweltamt ausgeschöpft sein, so erkundigen Sie sich beim BUND nach den Konditionen.
Auch Absprachen über Wunsch-Termine oder sonstige Einzelheiten erfolgen über den BUND.
Veranstaltungen des BUND 2023
Kröten und Molche retten
Wir haben die Schutzeinrichtung für Amphibien, die wegen der stark befahrenen Straße gebaut wurde, besichtigt. Anschließend konnten wir selbst Kröten und Molche aus den Fanggefäßen bergen und zum "Krötenteich" bringen. Dabei haben wir viel gelernt: über Amphibien, ihre Lebensräume, die Gefahren auf Straßen und wie wir den Tieren helfen können.
Auf den Spuren der Wildkatze
Im Kranichsteiner Forst haben wir Spuren der Wildkatze gesucht und gelernt, sie zu erkennen und von anderen zu unterscheiden. Dabei haben wir viele spannende Informationen über die Wildkatze und ihre Lebensweise erhalten – etwa, wie sie sich von Hauskatzen unterscheidet, und was sie dafür mit Fröschen gemeinsam hat.
Wir bauen eine Igelburg
In einem naturnah gestalteten Garten konnten wir eine Menge darüber erfahren, wie Igel leben, was sie brauchen, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind und wie wir ihnen helfen können. Nicht zuletzt bauten wir im Garten eine Igelburg – zu was die wohl alles dienen wird?
Vielfalt im Lebensraum von Wildbienen und Co.
(Foto: Herwig Winter)
Entlang des Lehrpfades für Wildbienen und Eidechsen in Kranichstein lernten wir die Lebensweise und Ansprüche von verschiedenen Wildbienenarten kennen. Es wurden Fragen beantwortet wie „Wieviele Arten von Wildbienen gibt es bei uns?“, „Sehen sie alle gleich aus?“, „Können sie stechen?“, „Wie kann ich Wildbienen von anderen Insekten unterscheiden?“ und „Wie können wir ihnen helfen?“. Dabei konnten wir auch einige Wildbienenarten selbst entdecken.
LandArt
(wikipedia/Eigg)
An einem Nachmittag im Wald haben wir sowohl normale als auch außergewöhnliche Gestalten, Formen und Situationen gesucht, fotografiert und dabei eine neue Perspektive auf die Natur entwickelt. Anschließend sind wir selbst mit Naturmaterialien kreativ geworden und haben Kunstwerke mit und in der Natur geschaffen – ohne das Ökogefüge, wie beispielsweise Pflanzen oder Moose, zu beschädigen.
Faszination Honigbiene
Wir durften dem Imker Stefan Fuchs über die Schulter schauen und ihn alles fragen, was wir schon immer über Honigbienen wissen wollten.
Eidechsen beobachten
Entlang des Lehrpfades für Wildbienen und Eidechsen in Kranichstein lernten wir die Lebensweise der Zauneidechse kennen. Es wurden Fragen beantwortet wie „Wie unterscheiden sich Reptilien von Amphibien?“, „Was fressen Eidechsen?“, „Wie können Eidechsen riechen?“, „Was machen sie im Winter?“ und „Wie können wir ihnen helfen?“ Dabei konnten wir einige Eidechsen beobachten und fotografieren.
Nisthilfen für Wildbienen und Co.
Einige Nützlinge im Garten nehmen spezielle Nisthilfen an, die individuell auch aus Recyclingmaterialien, Holz, Schilf oder Bambus und Lehm selbst angefertigt werden können. Wir haben solche Nisthilfen aus einem vorgefertigten Bausatz gebastelt. Anhand von Modellen und Schautafeln lernten wir darüber hinaus die Lebensweise von Schlupfwespen und Wildbienen kennen und erfuhren, wie wir Wildbienen und Co. wirklich helfen können.
Hier kannst du dir die Bauanleitung für einen Bausatz herunterladen.
Keine Angst vor Wespen und Hornissen
Anhand echter kunstvoller Wespen- und Hornissennester und ihrer (nicht mehr lebenden) Bewohner vom Vorjahr konnten wir einiges über die schwarz-gelben Insekten erfahren. Wir haben zum Beispiel gelernt, wie verschiedene Wespenarten leben, wie man sie voneinander unterscheiden kann, warum sie unsere Hilfe brauchen und wie man sich gut vor Stichen schützt.