Kreisverband Darmstadt
Jetzt spenden Mitglied werden
Wildbiene auf einer Pflanze

Wildbienen

Wilde Bienen sind nützliche Bestäuber, zum großen Teil Einzelgänger und in der Regel äußerst friedfertig. Sie freuen sich, wenn man ihnen im eigenen Garten ein Zuhause bietet.

Allgemeines zu Wildbienen

Zu den Wildbienen gehören alle „wilden Bienen“. Die meisten von ihnen sind Solitärbienen, das heißt sie leben alleine.
Aber auch sozial lebende Arten wie Hummeln oder die – in Mitteleuropa mittlerweile sehr selten gewordenen – wilden Vorfahren unserer von Imkern gepflegten und weitergezüchteten Honigbiene gehören dazu. Beide Bienenarten (Hummeln und Honigbienen) gründen ein Volk mit einer Königin.

In Deutschland gibt es rund 550 verschiedene Wildbienenarten. Diese sind sehr wichtig für das Ökosystem: Sie bestäuben Blüten und ernähren ihre Larven mit deren pflanzlichem Eiweiß.
Wildbienen sind harmlos, nicht agressiv und stechen nur dann, wenn man beispielsweise versehentlich auf sie tritt. Sie verteidigen kein Nest. Bei vielen Arten ist der Stachel nicht lang genug, um überhaupt durch die menschliche Haut zu kommen.

BUND-Newsletter abonnieren!

Frühlingspelzbiene auf einer Aroniablüte

Die Lebensweise ist je nach Art sehr unterschiedlich: Manche Wildbienen leben nur wenige Monate, andere überwintern beispielsweise in einer Starre in der Erde.

Unsere gezüchteten Honigbienen dagegen könnten – auch wegen einiger eingeschleppter Parasiten wie der Varroamilbe – ohne die Fürsorge des Imkers insbesondere im Winter in der Regel nicht in der Natur überdauern.

Informative Links

Grundlegende Informationen

http://www.bund.net/wildbienen
--> vielfältige Informationen zu Wildbienen und deren Schutz auf der Seite des BUND Bundesverbandes

www.wildbienen.info 
--> Paul Westrich, Diplom-Biologe, Autor und bekannter Wildbienenspezialist, informiert umfassend über Wildbienen – die verschiedenen Arten und ihre Lebensweisen sowie Schutzmöglichkeiten

www.wildbienen.de
--> umfangreiche und informative Website mit vielen Artensteckbriefen

www.wildbiene.com
--> informative Website mit umfangreichem Artenlexikon

www.wildbee.ch
--> Schweizer Website rund um das Thema Wildbienen(-schutz) mit vielen Anregungen zur Umweltbildung und zum selbst aktiv werden

Weiterführende Websites

www.nordbiene.de
--> viel Wissenswertes zur Dunklen Biene (Apis mellifera mellifera) – der einzigen in Mitteleuropa heimischen, staatenbildenden Wildbiene

www.aculeata.de
--> Website eines begeisterten Stechimmen-Fans

www.wildbienen-kataster.de
--> Datenbank zu den Wildbienenarten Baden-Württembergs inklusiver umfangreicher Foto-Galerie

www.insekten-sachsen.de
--> umfangreiches sächsisches Projekt zur Erforschung und Kartierung der in Sachsen vorkommenden Insektenarten

 

Wissenswertes zu Hummeln

www.aktion-hummelschutz.de
--> Informationen zur Welt der Hummeln

www.bombus.de
--> Informationen zu Nistweise, Umgang und Schutzmaßnahmen

Hummel auf einer Blüte Heide-Erdhummel

Nisthilfen für Wildbienen und Co.

https://www.bundladen.de/tierwelt/bienen-hummeln/wildbienenhaus-ceranatur Wildbienenhaus CeraNatur aus dem BUNDladen

Im Gegensatz zur Honigbiene leben Wildbienen nicht in einem großen Volk im Bienenhaus. Stattdessen legt die weibliche Biene ihre Eier in eine einzelne Röhre – oft hintereinander in Kammern getrennt. Aus dem Ei schlüpft eine Larve, die sich vom eingetragenen Nektar und Pollen ernährt, sich einige Male häutet und sich dann in der Zelle verpuppt. Aus der Puppe schlüpft schließlich eine neue Wildbiene. Wie langte dieser Vorgang dauert, ist von Art zu Art unterschiedlich.
Je nach Art werden die Röhren zur Eiablage selbst angelegt oder fertig bezogen. Sie können im abgestorbenen Holz sein, in hohlen und dürren Stängeln, Mauernischen, Lehmwänden, leeren Schneckenhäusern oder an Felsen. Fast drei Viertel aller 550 Arten in Deutschland nisten in der Erde.

In unseren Gärten werden den Wildbienen jedoch oft keine Möglicheiten mehr für diese Brutstätten überlassen: Stängel werden abgeschnitten, morsches Holz weggeräumt und Mauern sind oft glatt verputzt und verkleidet, so dass in den Ritzen keine Höhlungen mehr entstehen. Auch Sand, Kies und lockere Erde an trockenen Stellen wird glatt gerecht, kleine Sandhäufchen zwischen Steinfugen stets glattgefegt.

Aus diesem Grund bietet es sich an, Nisthilfen für solitär oder kommunal (hier leben einzelne Tiere nebeneinander) lebende Wildbienen und Schlupfwespen selbst herzustellen.
Dabei empfiehlt sich immer, anstatt einer großen Nistwand mehrere kleine aufzustellen. Feinde können so weniger gut alle Wildbienenbrutzellen einer Art finden.
Beim Bauen ist Perfektion im Aussehen für die geflügelten Untermieter nicht notwendig. Lediglich auf sehr glatte Bohrungen und Schnitte (keine ausgefransten Wandungen und Ränder) ist zu achten. Sind die Wände und Ränder zersplittert und rau, so können die empfindlichen Flügel der Tiere verletzt werden.

 

 

Neben der Nisthilfe darf im eigenen Garten auch das Blütenangebot für die nützlichen Tiere nicht fehlen.
Mehr in dieser Broschüre:

Broschüre „Pflanzen für Wildbienen“

... sowie auf folgender Seite:

Tipps für den heimischen Garten

Nisthilfen bauen

Auf folgenden Websites finden sich nützliche Bastelanleitungen, um den Insekten selbst im eigenen Garten ein Zuhause einzurichten:

http://www.wildbiene.com/

http://www.wildbienen.info/

 

Der BUND Darmstadt bietet im Rahmen einer ausleihbaren Ausstellung zum Thema Wildbienen auch ein fachgerecht gebautes Nisthilfen-Haus als Beispiel zum Verleih an:

Materialverleih

Nisthilfen kaufen

Leider sind viele der beispielsweise im Baumarkt erhältlichen Modelle fachlich nicht korrekt gebaut: Sie haben etwa zu raue Innenwände oder zu kleine Gitter, durch die die Bienen nicht kommen oder sich beim Versuch die Flügel verletzen.

Sorgfältig gearbeitete und geeignete Nisthilfen gibt es bei diesen Anlaufstellen:

http://www.wildbiene.com/

http://wildbienenschreiner.de/

http://www.das-hummelhaus.de/

Auch im BUNDladen werden einige Modelle angeboten. Schauen Sie vorbei!

BUND-Bestellkorb