Kreisverband Darmstadt
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Nachhaltig mobil

MIthilfe der folgenden Grundsätze sparen Sie nicht nur Geld, sondern auch CO2.

Routen planen mit Fahrrad und ÖPNV

Mit dem Radroutenplaner lassen sich individuelle Strecken kinderleicht berechnen. Für die Route erhalten Sie weitere Informationen (z.B. Länge, Fahrzeit, Höhenprofil, Fahrtanweisung, GPS-Tracks oder das Routenwetter).
Den Routenplaner gibt es momentan für Hessen sowie für Süddeutschland.

Für Fahrten mit Bus und Bahn sind in Hessen der RMV und deutschlandweit die DB Anlaufstellen.
Übrigens: Mit dem UmweltMobilCheck der DB können Sie die Umweltbilanz Ihrer Fahrt mit der Bahn gegenüber Auto oder Flugzeug vergleichen.

Logo Radroutenplaner Deutschland

 

 

Fahrgemeinschaften

Täglich pendeln in Deutschland ca. 30 Millionen Berufstätige. Rund zwei Drittel der Pendler sind dabei mit dem Auto unterwegs. Aber nur in jedem fünfzehnten Auto sitzt mehr als eine Person. Der Pendelverkehr beträgt zwar nur rund zwanzig Prozent des Verkehrsaufkommens. Dennoch ist er Hauptverursacher von Staus und Spitzenwerten bei Lärm und Abgasen. Der BUND empfiehlt deshalb, sich Pendlergemeinschaften anzuschließen.
 

 

 

Am Arbeitsplatz bietet sich beispielsweise ein Aushang am schwarzen Brett an, um eine Mitfahrgelegenheit zu finden.
Diese lohnt sich für alle Beteiligten: Bei einem Klein- oder Mittelklassewagen deckt eine Pauschale von etwa 20 Cent pro gefahrenem Kilometer ungefähr die Kraftstoff- und Nebenkosten ab. Da alle Mitfahrenden ab dem 21. Kilometer die Pendlerpauschale mit 30 Cent pro Kilometer in voller Höhe abrechnen können, ergibt sich für jeden unterm Strich ein Plus. Vor allem, so der BUND, wenn das Auto nur wenig Sprit verbraucht.

Ist die Nachfrage am Arbeitsplatz selbst erfolglos, helfen Internetportale weiter – beispielsweise die Mitfahrzentrale mifaz.de.
Der ADAC hat zudem die App Pendlernetz entwickelt. 

Artikel „Sparen beim Fahren“

Mehr Informationen zum spritsparenden Fahren in diesem Artikel

 

 

Logo MiFaZ

Spritsparend fahren

Das Bundesumweltministerium hat ausgerechnet, dass jährlich fünf Millionen Tonnen CO2 in Deutschland eingespart werden könnten, wenn jede*r spritsparend fahren würde. Gespartes Geld schont Natur & Umwelt und auch den Geldbeutel.
Ein weiterer Nebeneffekt: spritsparend fahren heißt auch sicherer fahren. Bis zu 25 Prozent weniger Unfälle und auch ein geringerer Fahrzeugveschleiß sind weitere Pluspunkte.

Viele Fahrschulen bieten spezielle Spritspartrainings an. Diese sind auch für geübte Fahrer*innen empfehlenswert, da einige der Spar-Fahr-Techniken bei Anfänger*innen noch nicht sicher beherrschbar zu üben sind.

Ansonsten sind von Kauf bis Ölwechsel folgende Grundsätze zu beachten:

Autokauf

Sprit sparen beginnt beim Autokauf: Autos, deren CO2-Ausstoß über 120 Gramm pro Kilometer liegen, sollen grundsätzlich nicht gekauft werden. Im Jahr 2006/2007 lag der Durchschnittswert bei rund 160 Gramm.

Ab 15.000 Jahreskilometerfahrleistung lohnt ein Dieselfahrzeug. Diese müssen über einen geregelten Rußpartikelfilter verfügen, der neben den Rußpartikeln auch Stickoxide im Abgas verringert.

Ggf. kann auch ein Hybridfahrzeug interessant sein: Es lohnt beim Einsatz vor allem auf Kurzstrecken. Beim Bremsen wird Energie in einen Elektromotor eingespeist, die dananch wieder voll zur Verfügung steht.

Reifen und Öl

Breitreifen haben einen größeren Rollwiderstand als Normalreifen und erhöhen schon von daher den Spritverbrauch.
Kaufen Sie beim nächsten Reifenwechsel Leichtlaufreifen. Diese haben einen geringeren Rollwiderstand als die herkömmlichen Modelle und sorgen für weniger Lärmbelastung und Spritverbrauch: Letzterer sinkt nach Untersuchungen des Umweltbundesamtes um bis zu fünf Prozent.

Verwenden Sie zudem beim nächsten Ölwechsel vollsynthetisches Leichtlauföl für den Motor. Leichtlauföle sind zwar teurer, führen jedoch zu einer Senkung des Spritverbrauchs um bis zu fünf Prozent. Sie bewirken einen geringeren Reibungswiderstand im Motor und verteilen sich insbesondere beim Kaltstart besser und schneller. Fahrer*innen, die vor allem für Kurzstrecken auf ihr Auto angewiesen sind, können somit die größten Spareffekte erzielen. Sie erkennen Leichtlauföle an einer Null „0“ vor dem „W“ in der Klassifizierung.

Weitere Tipps zum Spritsparen:

  • Für Kurzstrecken bis zu vier Kilometer: Auto stehen lassen.
    Direkt nach dem Start verbraucht ein kalter Motor eine Kraftstoffmenge, die 30 bis 40, bei manchen Modellen sogar mehr als 50 Liter pro 100 Kilometer entspricht. Erst nach vier gefahrenen Kilometern hat sich der Verbrauch normalisiert.
  • Unnötige Dachbauten abmontieren und unnötiges Gewicht aus dem Fahrzeug entfernen.
  • Regelmäßig Fülldruck der Reifen im kalten Zustand prüfen – ein leicht erhöhter Reifendruck um 0,2 Bar gegenüber den Herstellerangaben (entspricht zumeist den Angaben für volle Beladung) verringert den Rollwiderstand.
  • Motor ohne Betätigung des Gaspedals starten und sofort nach dem Starten losfahren.
    Sitz- und Spiegelpositionen sollten wenn nötig schon vorher eingestellt werden.
  • Möglichst früh in einen höheren Gang schalten sowie konsequente Anwendung der Schaltvariante 1-3-5.
  • Niedrigtourig fahren: Durch geringe Drehzahlen lassen sich bis zu 30 Prozent sparen.
  • Nutzung der Schubabschaltung bei Bergabfahrten und beim Ausrollen.
    Bei eingelegtem Gang sorgt der Motor für ein Abbremsen des Fahrzeugs (Motorbremse).
    Bei starkem Gefälle wird durch die Schubabschaltung die Kraftstoffzufuhr unterbrochen – es wird kein Tropfen Sprit verbraucht. Für das gewünschte Tempo muss nur der richtige Gang eingelegt werden, mit dem ohne (viel) zusätzliches Bremsen und Gasgeben gefahren werden kann.
    Bei schwachem Gefälle sollte ein hoher Gang eingelegt und kaum Gas gegeben werden, um der Motorbremse entgegen zu wirken. Der Motor dreht dadurch langsam mit und verbraucht nur wenig Sprit. Ggf. kann auch der Leerlauf eingelegt werden.
  • Abstand halten auch in der Beschleunigungsphase.
    Durch einen vergrößerten Sicherheitsabstand muss weniger gebremst werden und die Fahrt wird stetiger.
    Ruckartiges Bremsen oder Beschleunigen sollte generell möglichst reduziert werden.
  • Möglichst gleichmäßig fahren und auf Landstraßen 80 km/h, auf Autobahnen 120 km/h nicht überschreiten.
  • Bei Stopps ab 30 Sekunden Motor abstellen.
  • Stromfresser im Auto ausschalten:
    Allein das Fahren mit permanent laufender Klimaanlage erhöht den Spritverbrauch beim Durchschnitts-PKW um 1,8 Liter auf 100 Kilometer. Allerdings führen offene Fenster zu hohem Luftwiderstand und somit Mehrverbrauch, der unter Umständen sogar über dem der Klimaanlage liegen kann.

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