Solardachkataster Hessen
Das Solarkataster Hessen gibt eine erste Einschätzung, ob sich eine Photovoltaik-Anlage auch auf Ihrem Dach lohnt
Das Solarkataster Darmstadt wurde in das Solardachkataster Hessen integriert.
Mit dem Online-Tool ist auf einen Blick zu erkennen, ob es sich lohnt, auf das eigene Dach eine Photovoltaikanlage zu setzen oder Kollektoren für die Heißwasserbereitung und Heizungsunterstützung zu installieren. Gegebenenfalls kann es günstiger sein, sich an einer Solarstrom-Gemeinschaftsanlage oder einem Windkraftprojekt zu beteiligen.
Von entscheidender Bedeutung sind hierbei grundsätzlich die Größe der Dachfläche (ab 30 Quadratmeter wird es für Photovoltaik finanziell richtig interessant, aber auch darunter ist möglich), die Sonnenausrichtung des Daches, die Dachneigung, die Verschattung durch Bäume oder Gebäude(teile) wie Gauben oder Schornsteine sowie die mittlere ortsspezifische solare Einstrahlung. Letztere ist für Darmstadt durchweg positiv zu sehen.
Auf Grundlage dieser Berechnungen wurden vier Eignungsklassen festgelegt:
- rot – sehr gut geeignet: mehr als 1100 kWh pro m² und Jahr
- orange – gut geeignet: zwischen 1000 und 1100 kWh pro m² und Jahr
- gelb – bedingt geeignet: zwischen 850 und 1000 kWh pro m² und Jahr
- grau – nicht geeignet: unter 850 kWh pro m² und Jahr
Beispiel Darmstadt-Wixhausen: Die maximale jährliche Strahlungssumme bei Südausrichtung eines 30 Grad geneigten Daches beträgt ca. 1173 kWh/pro Jahr.
Dach- und Fassadengestaltung
Hauswand mit Solarfassaden (C. Nöhren / pixelio.de)
Planen Sie, Ihr Dach neu zu decken oder bauen Sie sogar neu?
Überlegen Sie doch, anstatt herkömmlicher Ziegeln Sonnenstrom erzeugende Ziegel zu nutzen – dies verringert die Gesamt-Investition. Zudem sollten Sie das Sonnendach ohne gesonderten Unterbau in Erwähnung ziehen.
Anstatt einer Verkleidung mit Marmor, Glas oder dergleichen bietet sich die Solarfassade an, die neben dem Schutz der Außenhaut des Gebäudes auch Strom erzeugt. Lassen Sie sich beraten, wie das optimale Ergebnis herausgeholt werden kann (gerade im Winter bei niedrigerem Einstrahlungswinkel der Sonne relevant).
Übrigens: Stromfassaden können gerade dort gut eingesetzt werden, wo sich Fassadenbegrünungen nur schwer realisieren lassen.
Sie bieten sich zudem als (halb) durchsichtiges Gestaltungselement, beispielsweise über Dächern, an.
Zur weiteren Recherche empfehlen wir:
Stromerzeugende Dachziegel und Fassaden finden Sie etwa bei folgenden Anbietern:
Steckermodule
Solarmodul im Garten
Seit dem 01.05.2018 ist der Betrieb von Steckermodul-Geräten bis 600 W genehmigungsfrei.
Ein solches Photovoltaik-Modul (PV-Modul) kann ganz einfach beispielsweise auf dem Balkon installiert werden:
Es ist bereits mit einem Wechselrichter ausgestattet, der aus der Gleichspannung des Moduls die in Haushalten übliche Wechselspannung von 230 Volt erzeugt. Den Stecker mit der Wechselspannung steckt man einfach in eine Steckdose – der Strom aus dem PV-Modul fließt nun in die Dose. Empfohlen werden hierzu spritzwassergeschützte 230 Volt-Gummi-Schutzkontakt-Stecker oder ein Wieland-Stecker (dabei wird das Kabel mit der Steckdose verschraubt).
Preislich reicht die Spanne bei Steckermodul-Geräten bis 300 Watt von rund 300 bis 750 €. Hinzu kommen noch die Kosten für die Befestigungssysteme (Halterungen).
Sammelbestellungen können entsprechend zu Vergünstigungen führen.
Informations- und Beratungsangebote
Im Jahr 2022 wurde die heiner*solarberatung aufgebaut:
Ehrenamtliche Bürgersolarberater*innen beraten im nachbarschaftlichem Sinne in Darmstadt unabhängig private Hauseigentümer*innen, die sich für eine Photovoltaik-Anlage interessieren. Es haben sich fünf Stadtteilgruppen gebildet.
Die Aktiven wurden als Bürgersolarberater*innen durch MetropolSolar e.V. geschult. Die Beratung ist kostenlos.
Das Projekt des BUND findet in Kooperation mit heiner*energie statt und wird durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt gefördert.
Mehr Informationen auf der Website der heiner*solarberatung.