Umweltschutz international
Umweltprobleme machen vor Grenzen nicht halt. Der Klimawandel, der Verlust von Arten und Lebensräumen oder die Zerstörung der Ozonschicht betreffen alle Menschen weltweit – allerdings nicht alle gleich stark. Viele Klimafolgen erscheinen im reichen Europa vielleicht nur ärgerlich: zum Beispiel ein verregneter Winter oder ein schneeloses Skigebiet. Menschen in Entwicklungsländern dagegen können durch Dürren oder Hochwasser ihre Lebensgrundlage verlieren.
Auch die Verursacher von Umweltzerstörungen sind weltweit zu finden. Global agierende Konzerne und der internationale Handel versorgen uns mit Produkten, für die in den Herkunftsländern teilweise Menschen und Natur ausgebeutet wurden.
Um die Politik in der Europäischen Union und darüber hinaus beeinflussen und mehr für die Umwelt erreichen zu können, ist der BUND Mitglied bei Friends of the Earth, einem internationalen Umweltschutznetzwerk, dem über eine Million Mitglieder angehören.
Friends of the Earth (FoE)
Friends of the Earth International (FoEI)
1971 gründeten Umweltorganisationen aus Frankreich, Schweden, England und den USA „Friends of the Earth International“ (FoEI).
Heute ist FoEI das weltweit größte Umweltnetzwerk. Über 70 nationale Umweltorganisationen gehören ihm an. In rund 5.000 lokalen Gruppen engagieren sich zwei Millionen Mitglieder für den Natur- und Umweltschutz. Deutscher Repräsentant von FoEI ist der BUND.
FoEI will:
- die Erde vor der weiteren Zerstörung bewahren
- die ökologische, kulturelle und ethnische Vielfalt der Erde erhalten
- Partizipationsmöglichkeiten und demokratische Entscheidungsprozesse stärken – diese sind von grundlegender Bedeutung für den Umweltschutz und für ein vernünftiges Ressourcenmanagement
- soziale, ökonomische und politische Gerechtigkeit
- Chancengleichheit von Männern und Frauen
- einen gleichberechtigten Zugang zu Ressourcen auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene
Mehr über Friends of the Earth International unter www.foei.org
Friends of the Earth Europe (FoEE)
Friends of the Earth Europe (FoEE) ist der Zusammenschluss von europäischen FoE-Gruppen aus mehr als 30 Staaten. FoEE ist das größte europäische Netzwerk selbständiger Umweltverbände. Das FoEE-Büro in Brüssel vertritt die Mitglieder auf EU-Ebene, koordiniert gemeinsame Kampagnen und vernetzt nationale Aktivitäten.
FoEE engagiert sich unter anderem ein für den Schutz unseres Klimas, für eine zukunftsfähige Energiepolitik, die Erhaltung der Artenvielfalt, für eine verantwortungsvolle Unternehmenspolitik, für gesunde Lebensmittel sowie gegen Gentechnik auf dem Acker und in unserem Essen.
Mehr unter www.foeeurope.org
Nature Keepers
Keepers – Naturwächter*innen. Ein Projekt des Netzwerks Friends of the Earth Europe im Jahr 2014
Ein Anruf der Bundesgeschäftsstelle des BUND im März 2014 kündigte den Besuch an: Das BUND-Netzwerk „Friends of the Earth Europe“ (FoEE) erstellte ein Buch und eine Ausstellung über 22 Menschen in Europa, die sich für die Natur engagieren. Für Deutschland wurden beispielhaft zwei Personen mit ihren Projekten vor Ort vorgestellt – eine davon Brigitte Martin vom BUND Darmstadt.
Da beim BUND Darmstadt ein Schwerpunkt der Arbeit für die Biologische Vielfalt auf der Umweltbildung (Motto „Man schützt nur, was man kennt“) liegt, lag es nahe, für den Fototermin eine Veranstaltung zu organisieren, wie sie ähnlich auch beim Kinder-Umweltdiplom oder bei Führungen mit der Volkshochschule angeboten wird. Dieses Mal durften Kinder mit Eltern beim Krötenretten, Wildkatzenspuren verfolgen und Wasser erforschen dabei sein.
Fotograf Luka Tomac nahm sich die Zeit, auch einige der übrigen Naturschutzprojekte und Akteure des BUND Darmstadt kennenzulernen. So ging es anschließend zu Eidechsenbiotopen am Siedlungsrand, zu einer durch ein sechswöchiges Event zerstörten Stadtwildnis am Jugendspielhang der Darmstädter Mathildenhöhe, zu im Vorjahr umgesiedelten Wespen- und Hornissennestern am Waldrand und zu Blühflächen zwischen Häuserzeilen, die in Kooperation mit der bauverein AG angelegt worden waren.