Kreisverband Darmstadt
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blau-schillernde Libelle

Libellen

Libellen sind faszinierende Wesen: Sie schillern in metallischen Farben und sind echte Flugakrobaten. Leider bedrohen menschliche Einwirkungen sowie der Klimawandel die Lebensräume der Tiere.

Für ihre Fans zählen Libellen zu den elegantesten Fliegern unter den Insekten. Da sie ihre Vorder- und Hinterflügel getrennt voneinander steuern können, verfügen sie über eine unglaubliche Manövrierfähigkeit: Sie können in der Luft „stehen“ und sogar rückwärts fliegen. Ingenieure haben sich das Flugprinzip des Hubschraubers bei den Libellen abgeschaut.

Dabei erreichen einige Libellenarten Fluggeschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern. Sie können bis auf 2.000 Meter Flughöhe aufsteigen oder sogar den Atlantik überqueren.

Übrigens: Entgegen der verbreiteten Meinung stechen Libellen nicht und stellen keinerlei Gefahr für Kinder und Erwachsene dar. Im Gegenteil – sie sind reizvolle und spannende Foto- und Beobachtungsobjekte.

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Gefährdete Tierart

In Deutschland gibt es 81 Libellenarten. Fast die Hälfte davon ist in der Roten Liste in einer Gefährdungskategorie aufgeführt.

Wie so oft ist es vor allem der Verlust ihrer Lebensräume, der den Libellen zu schaffen macht. Das geschieht vor allem durch Absenkung des Grundwasserspiegels, der Entwässerung der Hochmoore, der Gewässerverschmutzung, Bachbegradigungen und -befestigungen.
Seit einiger Zeit ist noch der Klimawandel als neue Belastung hinzugekommen – vor allem für Moor- und Gebirgsarten. Denn durch die Erderwärmung trocknen Gewässer zu schnell aus oder werden einfach zu warm. Klimaschutz ist also immer auch Libellenschutz!

Libellen sind gute Bio-Indikatoren für den Zustand unserer Gewässer. Das ist neben ihrer Schönheit ein entscheidender Grund für den BUND, Libellen zum Schwerpunkt seiner Arbeit zu machen.

Schutz der Libellen

Zahlreiche BUND-Gruppen engagieren sich für den Schutz der Libellen und ihrer Lebensräume:
Sie renaturieren Bäche, Auen oder Moore und setzen sich für eine Verbesserung der Wassergüte ein. Sie überzeugen Landwirte und Behörden, nicht bis an den Rand von Gewässern zu mähen. Oder sie werben dafür, Gewässer nicht künstlich mit Fischen zu besetzen.
Und sie dokumentieren vielerorts die Libellenfauna und geben damit wichtige Hinweise auf die Entwicklung unserer Natur.

Mehr Informationen über Libellen und was Sie selbst für die gefährdeten Tiere tun können, erfahren Sie in dieser Broschüre:

Broschüre „Wie helfe ich einer Libelle?“

Tipps für die Gestaltung eines naturnahen Gartens, in dem sich neben Libellen auch andere (gefährdete) Tierarten wohlfühlen, gibt es auf folgenden Seiten:

Gartenteich anlegen

Tipps für den heimischen Garten

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