Schließung der Stadtgärtnerei
ehemaliges Gelände der Stadtgärtnerei in der Orangerie
Die Schließung der Stadtgärtnerei bis 2015 wurde im Rahmen der städtischen Haushaltseinsparungen beschlossen.
Das vom Grünflächenamt betriebene ehemalige Gelände ist direkt an den Orangeriepark im Stadtteil Bessungen angegliedert und hat eine Fläche von ca. 1,5 Hektar, also von ungefähr zwei Profi-Fußballfeldern.
Das Überwinterungshaus ebenso wie der angrenzende Lesegarten sollen erhalten bleiben.
Gestaltungsvorschläge und erstes Konzept
Auf Vorschlag des BUND hat sich im Sommersemester 2013 eine Gruppe von Studierenden der Hochschule Geisenheim University mit der Gestaltung des Geländes der Stadtgärtnerei beschäftigen. Eine Präsentation der fertigen Semesterarbeiten fand im Herbst 2013 statt.
Auf Basis der Präsentationen sowie der vorstehenden Überlegungen der Arbeitsgruppe des BUND, entwickelte die BUND-AG ein Konzept, das fristgemäß Anfang September 2013 bei der Stadt Darmstadt eingereicht wurde.
Am 18. Dezember 2013 wurde das BUND-Konzept – wie das der Mitbewerber auch – von der Verwaltung dem Magistrat der Stadt zur Kenntnis vorgelegt. Die Vorlage kann weiterhin im digitalen Parlamentsinformationssystem Darmstadts eingesehen werden.
Planung
Nachdem die Schließung der Stadtgärtnerei bis 2015 feststand, beschäftigte sich die BUND Darmstadt Arbeitsgruppe Orangerie intensiv damit, wie das Gelände zukünftig für die Bürger*innen der Stadt genutzt werden könnte. Dabei sollten möglichst Ideen und Anregungen der Bürger*innen selbst einfließen.
Im Juli 2014 gab es von Seiten der Stadt aus eine Bürgerversammlung, bei der unter anderem einige Rahmenbedingungen einer zukünftigen Nutzung präsentiert wurden. Zu dieser Versammlung wurde ein überarbeiteter Plan erstellt, wie sich die BUND-Vorstellungen mit dem städtischen Strukturkonzept vereinen ließen.
Im Oktober 2014 haben wir begonnen, Einigungsgespräche mit weiteren Konzepteinreichern zu führen, um ein gemeinsames Gesamtkonzept zu erstellen. Im Dezember 2014 konnte somit ein gemeinsames Konzept von Aumühle und BUND vorgelegt werden.
Die Schaffung eines Ortes für Inklusion und Ökologie wurde im Darmstädter Koalitionsvertrag der GRÜNEN-CDU 2016 - 2021 (Seite 49) festgehalten.
Zuspruch von Seiten der Stadt
Der Magistrat der Stadt Darmstadt beschloss in seiner Sitzung vom 27. August 2018, dass der BUND für einen Teil des ehemaligen Geländes der Stadtgärtnerei ein Nutzungsrecht für das Zentrum für Stadtnatur erhält – nicht zuletzt, da dieses Projekt zur Umsetzung des kommunalen Maßnahmenprogrammes „25 Schritte zur Biologischen Vielfalt in Darmstadt“ beiträgt. Die Stadtverordnetenversammlung im Oktober beschloss die Neuordnung des Geländes ebenfalls.
Der erste öffentlich sichtbare Schritt für das Zentrum für Stadtnatur war damit in greifbarer Nähe: Im Oktober 2019 erhielt der BUND die Baugenehmigung für das Passivhaus mit Gründach auf der Fläche eines ehemaligen Gewächshauses.
Anfang Dezember 2019 hat wiederum die Stadtverordnetenversammlung wichtige Entscheidungen getroffen: Der BUND erhielt einen Erbpachtvertrag für die langjährige Nutzung des Geländes und wird finanziell unterstützt. Nach Freiräumung der Fläche stand der Umsetzung von städtischer Seite nichts mehr im Wege – der Bau des Zentrums für Stadtnatur konnte beginnen.
Finanzierung
Bis 2019 haben uns bereits über 150 Menschen mit kleinen und großen Spenden unterstützt, mehrere hundert sind Mitglied beim BUND geworden. Die Stadt gibt einen Investitionskostenzuschuss, verschiedene Kreis- und Ortsgruppen des BUND haben gespendet und der BUND Landesverband Hessen hat ebenfalls Kosten übernommen.
Wir sind auf einem guten Weg, die Finanzierung unseres Zentrums zu stemmen, aber noch nicht am Ziel. Deshalb freuen wir uns über Ihre Unterstützung – uns hilft jeder Beitrag! Auf Wunsch nennen wir Sie als Spender*in namentlich im Eingangsbereich.
Mehr Informationen auf der Seite des Zentrums für Stadtnatur.